MIFA AG
Informationen für geschädigte Anleger

Bilanzskandal beim mitteldeutschen Fahrradbauer

Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG hat im Sommer letzten Jahres eine 7,5%-Anleihe (ISIN: DE000A1X25B5 / WKN: A1X25B) mit einem Gesamtvolumen von 25 Mio. € emittiert. Basis dieser Emission waren unter anderem die Bilanzen von 2011 und den Vorjahren.

Im Frühjahr dieses Jahres folgte die erste Schreckensmeldung: Es soll bereits in den Vorjahren zu einer falschen Erfassung des Vorratsvermögens gekommen sein, die nun zu einem erheblichen Jahresfehlbetrag führt. Später spricht das Unternehmen von manuellen Eingriffen in die Buchhaltung. Damit war scheinbar der Untergang des Unternehmens besiegelt: eine negative Schlagzeile folgte auf die nächste und mit Beschluss vom 03.12.2014 wurde schließlich das Insolvenzverfahren eröffnet.

Kanzlei Dr. Greger & Collegen in Focus Top-Anwaltsliste

Das Nachrichtenmagazin FOCUS listet in seinem Sonderheft „DEUTSCHLANDS TOP-ANWÄLTE“ 2013 die führenden Juristen und Wirtschaftskanzleien auf: Die Kanzlei Dr. Greger & Collegen ist im Bereich des Kapitalmarktrechts unter den TOP-Kanzleien!

05.12.2014

MIFA AG Anleihe

Vorstand Thomas Mayer geht - Insolvenzverfahren kommt

Erneut überschlagen sich die Ereignisse beim insolventen Fahrradhersteller: Zuerst legt der Sanierungsvorstand Thomas Mayer überraschend aus „wichtigen Gründen“ sein Amt nieder und am Montag, den 03.12.2014, wurde nun endgültig das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Prof. Dr. Lucas F. Flöther bestimmt, welcher bereits vorläufiger Insolvenzverwalter war. Dieser ist wohl auch der Grund für den Abschied von Herrn Thomas Mayer. Pressemitteilungen zufolge, soll „der vorläufige Insolvenzverwalter durch sein Verhalten und seine Maßnahmen einen weiteren Verbleib für Herrn Mayer unzumutbar gemacht“ haben. Das spricht für tiefgreifende Differenzen zwischen dem ehemaligen Vorstand und dem Insolvenzverwalter.

Nachdem allen Gläubigern und insbesondere den Anleihegläubigern immer wieder mit Pressemitteilungen über potentielle Investoren Hoffnung auf ein gutes Ende gemacht wurde, scheint nun der Untergang des Fahrradherstellers besiegelt.

Im Beschluss des Insolvenzgerichts wurde den Gläubigern außerdem eine Frist zur Anmeldung von Forderungen beim Insolvenzverwalter bis spätestens 13.01.2015 gesetzt. Die Forderungen aus der Anleihe werden dabei vom bereits gewählten gemeinsamen Vertreter, der One Square Advisory Services GmbH, vertreten durch Herrn Frank Günther, angemeldet. Mögliche Schadensersatzansprüche, die Gläubigern beispielsweise aus Prospekthaftung oder aus anderen Gründen zustehen können, müssen hingegen von den Gläubigern selbst bzw. deren Rechtsanwälten angemeldet werden.

Die Kanzlei Dr. Greger & Collegen, die in dem FOCUS-Spezialheft 2013 „Deutschlands Top-Anwälte“ als „Top-Wirtschaftskanzlei“ in der Rubrik „Kapitalmarktrecht“ ausgezeichnet wurde und in vergleichbaren Fällen bereits zahlreiche Kapitalanleger vertritt, rät den betroffenen Anleihegläubigern daher, sich an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden, um ihre individuellen rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen.