MBB Clean Energy AG
Informationen für geschädigte Anleger

Verschobene Zinszahlungen und Manipulationsvorwürfe bei der MBB Clean Energy AG

Alarmierende Meldungen für Anleger der MBB Clean Energy AG: Der private Solar- und Windparkinvestor hat für Mai fällige Zinszahlungen an seine Anleger nicht ausgezahlt und sorgt damit für Verunsicherung unter den Kapitalanlegern. Das Unternehmen erklärt diese Verschiebung mit neuen, „aus wertpapiertechnischen Gründen“ noch nicht umgesetzten Schuldverschreibungen. Derzeit befindet sich die Zinszahlung auf einem Treuhandkonto.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Stephan Greger rät allen betroffenen Anlegern zu einer anwaltlichen Beratung und einer Prüfung möglicher Ansprüche.

Kanzlei Dr. Greger & Collegen in Focus Top-Anwaltsliste

Das Nachrichtenmagazin FOCUS listet in seinem Sonderheft „DEUTSCHLANDS TOP-ANWÄLTE“ 2013 die führenden Juristen und Wirtschaftskanzleien auf: Die Kanzlei Dr. Greger & Collegen ist im Bereich des Kapitalmarktrechts unter den TOP-Kanzleien!

11.01.2016

MBB Clean Energy AG

Gericht verurteilt zur Zahlung des Nominalbetrags

Eine erfreuliche Nachricht für die geschädigten Anleihegläubiger der MBB Clean Energy AG: das Landgericht München I hat das Unternehmen mit noch nicht rechtskräftigem Urteil vom 18.12.2015 zur Zahlung des vollen von der Klägerpartei gehaltenen Nominalbetrags verurteilt.

Nachdem das Unternehmen bereits 2014 die versprochene Zinszahlung nicht vornahm, hatte die Klägerin den von ihr gehaltenen Nominalbetrag unter anderem aufgrund der Anleihebedingungen gekündigt. Es folgten diverse Pressemitteilungen des Unternehmens, in denen von einer angeblich unwirksamen Globalurkunde die Rede war. Schließlich sollten „Reparaturmaßnahmen“ ergriffen werden, die jedoch nie Gestalt annahmen. Auch die Zinszahlung 2015 wurde „auf unbestimmte Zeit“ verschoben. Das Landgericht München I hat die Kündigung der Klägerpartei für wirksam erklärt. Demnach wurde das Unternehmen zur Zahlung des vollen Nominalbetrags – unabhängig vom Kaufkurs – nebst der vertraglich vereinbarten Zinsen in Höhe von 6,25% verurteilt.

Auch wenn sich das Unternehmen seit Juli 2015 im vorläufigen Insolvenzverfahren befindet, so lässt das Urteil doch auch Hoffnung für andere betroffene Anleihegläubiger aufkommen. Denn so wäre immerhin die Frage geklärt, ob den Anleihegläubigern im Insolvenzverfahren überhaupt ein Anspruch aus der Anleihe zusteht. Offen bleibt jedoch das Schicksal des Unternehmens: Nach Auskunft des Insolvenzverwalters kommen beinahe täglich neue Erkenntnisse ans Licht, so dass ihm eine abschließende Stellungnahme noch nicht möglich ist. Mit einer möglichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist derzeit Anfang Februar zu rechnen.